Jubiläum

Das Märchen, das ich zum gestrigen Jubiläum eigentlich verfassen wollte,
kostete mich zwar sechs Stunden, brachte aber nur geringen Ertrag.

Drei Zeilen blieben über, nachdem ich alles Triefende, Rechthaberische,
Depressive, Penetrante und Zynische gelöscht hatte.

Um uns allen den Zauber eines Märchens nicht zu vermiesen,
habe ich leichten Herzens auf den Jahresspiegel verzichtet.

Schreib‘ ich halt weiter, hoffe auf bessere Zeiten und glaube an ein Märchen,
das sich selbst erfindet.

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