Es war einmal ein junger schöner Infant, der trotz seiner ausgeprägten Hörorgane, die Botschaft des Krönchens nicht vernommen hatte.
Ihr erinnert euch – ein Märchen von Freiheit und Nähe, Demut und Mut, Selbstbestimmung und Würde, Ohnmacht und Vertrauen, Lächeln, Lachen und Liebe.
Und so wurden weiterhin Verbote und Verordungen verhängt, Ängste geschürt und Macht zelebriert.
Die Zahl der erlassenen Dekrete übertraf bald die, der vom Krönchen Befallenen. Die Zahl derer, die nun keine Arbeit mehr hatten übertraf Alles.
Die Menschen wussten plötzlich nicht mehr, wovor sie sich mehr fürchten sollten.
Armut oder Krone, Gefangenschaft oder Ausschluss, Kaiserreich oder Verschwörer.
Die Herrschenden schienen auch gar nichts mehr zu wissen und taumelten hin und her, verwirrt zwischen den Stühlen, einander im Kreis schiebend, von einem Näppfchen in die nächste Peinlichkeit.
Wieder einmal begann das Volk zu murren.
Das gefiel natürlich gar nicht, zu sehr hatte man sich an bedingungslose Zustimmung gewöhnt, Souverän gespielt.
Zuckerbrot und Peitsche jedoch verfehlten diesmal ihre Wirkung.
Das Murren wurde lauter.
Just in dem Moment in dem Widerstand und Gehorsam einander die Waage hielten, verflog sich ein kleiner Babyelefant und landete statt auf dem Platz neben unserem Infanten, dessen Abstand er hätte sichern sollen, genau auf dessen Kopf.
Obwohl sofort zwei Kobras zur Stelle waren, konnten sie das Unheil nicht mehr ungeschehen machen.
Alle Hofberichterstatter zückten ihre Stifte und Bilder vom masken- und abstandlosen Regenten mit Dummbo auf dem Kopf, wurden ins Volk geworfen.
Da wandelte sich das Murren, koboldartig blitzte Lächeln auf, schwoll zu Gelächter an.
Die Menschen fielen einander lachend in die Arme, feierten gemeinsam ihre Unvollkommenheit und vergaßen ihre Angst.
In meinem Märchen lachen Hofstaat und Dummbo mit.
Und wenn sie nicht gestorben sind, …