Ein kleines Land im Herzen Europas.
Neun Monde ist es nun her, dass ein winzigkleines Krönchen
dem Infanten ein Märchen von Hoffnung und Mut,
Selbstbestimmung und Würde, Lächeln, Lachen und Liebe
ins Ohr geflüstert hatte.
Wochen gingen ins Land und es geschah nichts.
Zwar durften die Menschen, als es wärmer wurde,
wieder ihre Häuser verlassen und auch die Läden öffneten die Pforten.
Doch Umarmungen blieben weiterhin verpönt
und Abstand wurde zum Maß aller Dinge.
So verging der Sommer und das Volk gewöhnte sich daran,
darüber informiert zu werden, was es dürfe und was nicht.
Als der Herbst kam, freute sich das Krönchen.
Es liebt Kälte, so wie alle anderen Brüder und Schwestern seiner Art.
Endlich konnte es herumfliegen, wie seine Geschwister dies jedes Jahr um diese Zeit taten.
Nun hob wieder einmal großes Wehklagen an.
Die Menschen jammerten nicht, weil einige nun weniger zu essen hatten,
viele ihre Arbeit verloren und alle eingesperrt wurden.
Sie hatten größere Angst davor dem Krönchen zu begegnen, krank zu werden und vielleicht sogar zu sterben, als davor ein graues, einsames und fremdbestimmtes Leben zu führen.
Die Mächtigen der Welt frohlockten.
Sie wussten nun, dass Kriege nicht mehr nötig waren,
um ihre Herrschaft zu sichern.
Sie konnten tun was immer sie wollten,
Gesetze ändern, Willkür walten lassen, Untertanengehorsam züchten.
Doch Kontrolle lässt sich nicht ewig unter Kontrolle halten.
Und noch ist dieses Jahr der Wende nicht zu Ende.
Die Botschaft des Krönchens lebt weiter,
findet offene Ohren, die verstehen und weitertragen.
Sich trauen und vertrauen,
die Angst zerlachen, einander zulächeln und lieben.
Und wenn die, die sich nicht zu Tode gefürchtet haben,…
2 Kommentare
Obacht –
– nicht Panik
Du, aber viele andere …
Die Selbstmordrate explodiert