Ort meiner Kindheit.
Der Garten meiner Großeltern lag an der Ostbahn.
Mit fünf Schillingen in der Hand, durfte ich den schmalen Waldweg
hinauf in den Prater stolzieren.
Stolz vor allem, weil ich alleine gehen durfte.
Vieles hat sich heute verändert.
Das Kettenkarussel ist verschwunden,
nur die Raupe noch geblieben.
Aus dem schummrigen Weg
wurde ein kinderwagengerechter breiter, heller Pfad.
Die Gärten mussten einer Autobahnauffahrt weichen.
Doch der Charme eines Arbeiterparadieses ist geblieben.
Ohne große Spielhallen und Touristentrubel.
Inmitten des Waldes auf dem Laaer Berg
Tragen die Wurzeln böhmischer Ziegelarbeiter rote Früchte.
2 Kommentare
Der gemeinsame Besuch im Böhmischen Prater war inspirierend. Mit deinen poetischen Blick auf das Ganze hast du es auf den Punkt gebracht
Vielen Dank, lieber Gerhard. das freut mich sehr.