Heimreisechaos

Am winzigen Flughafen dürfen wir eine Stunde
den Bus nicht verlassen, weil die Halle restlos überfüllt ist.
Endlich doch drinnen, dauert es eine halbe Stunde,
bis wir das Gepäck aufgeben dürfen –
eingecheckt hatten wir schon vorher.
Von uns wird ein Impfpass verlangt,
von unseren Freunden nicht.
Dafür werden denen die Feuerzeuge
aus der Handtasche geholt.
Meine bleiben unbeachtet.
Als wir mit hängender Zunge,
zwei Minuten vor geplantem Abflug das Gate erreichen,
hat das Boarding noch nicht mal begonnen.

Eine gute Stunde später sitzen wir im Flugzeug.
Ein launiger Pilot liefert amüsante Kommentare.
Über mögliche Gründe der Verspätung,
interessante Details über Gebiete und Städte,
die wir sehen können,
letztendlich sind auch Mistelbach und Pamhagen
eine Erwähnung wert.

Spät, aber doch, landen wir,
von stürmischen Stürmen, haben wir nichts bemerkt.
Den Bock schießt ein eifriger Beamter an der Passkontrolle ab.
Er möchte von mir einen PCR Test, von dem bisher noch nie die Rede gewesen war.
Meine Frage, warum ich einen brauchen würde, mein Mann am Nebenschalter aber nicht, stimmt ihn gnädig.
Ich solle auf direktem Weg nach Hause fahren und dort einen Gurgeltest machen.
„Wohin soll ich den dann schicken?“
„Nirgendwohin, der ist nur für Sie!“

Mir scheint, der hat Anleihe am Energiescheck genommen.

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